lasst euch nicht die Freude daran nehmen
Ich bekomme immer öfter mit, wie sich Bräute nach ihrer Hochzeit oder auch schon während der Hochzeitsplanung über bestimmte Situationen ärgern. Oft geht es um Freunde, die Schwiegermutter oder andere Menschen im Umfeld, die plötzlich viele Meinungen zu ihrer Hochzeit haben. Jeder möchte etwas beitragen, jeder möchte helfen – aber manchmal entsteht dadurch genau das Gegenteil: Druck.
Bevor ich darüber spreche, möchte ich eines klarstellen: Ich möchte hier niemanden schlecht darstellen. Natürlich ist es nicht immer so, dass nur die Braut die komplette Organisation übernimmt. Es gibt genauso viele Bräutigame, die sich mit viel Liebe und Herzblut um die Hochzeitsplanung kümmern. Das möchte ich gar nicht ausschließen.
Allerdings habe ich diese Erfahrungen und Beschwerden bisher sehr häufig von Frauen gehört. Von Frauen, die eigentlich voller Vorfreude sein sollten und plötzlich das Gefühl bekommen, es allen recht machen zu müssen.
Und das finde ich, ist einfach nicht richtig.
Denn die Zeit vor der Hochzeit sollte doch eine der schönsten Zeiten eures Lebens sein.
Ihr plant nicht einfach nur eine Feier. Ihr plant den Tag, an dem ihr den Menschen heiratet,
mit dem ihr euer Leben verbringen möchtet. Den Menschen, mit dem ihr alt werden wollt,
mit dem ihr Hand in Hand durch das Leben gehen möchtet und mit dem ihr all die schönen
und schwierigen Momente gemeinsam erleben wollt.
Ist das nicht eigentlich ein wunderschöner Gedanke?
Doch leider passiert es immer wieder, dass genau diese Vorfreude durch die Meinungen anderer Menschen kleiner wird.
Wenn plötzlich jeder eine Meinung hat
Was bei einer Hochzeit leider sehr oft passiert: Freundschaften verändern sich oder zerbrechen sogar während der
Hochzeitsplanung.
Warum?
Weil manche Menschen vergessen, dass es an diesem Tag nicht um sie geht.
Sie vergessen, dass es die Hochzeit des Brautpaares ist.
Plötzlich hat jeder eine Meinung.
Jemand findet, das Kleid wäre nicht die richtige Wahl.
Jemand anderes hätte eine andere Location genommen.
Wieder jemand anderes würde die Dekoration oder das Essen anders planen.
Und wisst ihr was?
Natürlich dürfen eure Herzensmenschen ihre Meinung haben. Wenn ihr jemanden um Rat fragt, dann ist es vollkommen in Ordnung, dass diese Person ehrlich antwortet. Schließlich habt ihr sie genau danach gefragt.
Doch wenn ihr euch bereits entschieden habt und trotzdem immer wieder versucht wird, euch umzustimmen, dann sollte man sich irgendwann fragen:
Geht es dieser Person gerade wirklich noch darum, euch zu unterstützen?
Oder geht es darum, dass die eigene Vorstellung von einer Hochzeit durchgesetzt werden soll ?
Vielleicht merkt ihr gerade selbst, dass ihr euch viel mehr Gedanken darüber macht, was eure Gäste denken könnten, als darüber, was ihr euch eigentlich wünscht.
Und wisst ihr was?
Genau das ist absolut falsch.
Denn irgendwann plant ihr eure Hochzeit gar nicht mehr für euch.
Ihr plant sie für alle anderen.
Es ist eure Hochzeit. Nicht die eurer Gäste.
Natürlich solltet ihr eure Gäste nicht vergessen. Eine Hochzeit lebt auch davon, dass sich die Menschen, die ihr liebt, sich wohlfühlen. Wenn ihr vegetarische oder vegane Gäste habt, dann ist es selbstverständlich schön, wenn auch diese Gäste etwas zu essen bekommen.
Aber es gibt einen Unterschied zwischen Rücksicht nehmen und sich selbst vergessen.
Und genau dieser Punkt passiert bei vielen Paaren während der Hochzeitsplanung.
Ihr macht euch Gedanken darüber, ob die Gäste das Essen mögen, ob die Dekoration gefällt oder ob jemand etwas zu kritisieren haben könnte.
Aber habt ihr euch zwischendurch auch gefragt:
Was wünschen wir uns eigentlich?
Denn eure Hochzeit muss nicht so sein, wie jemand anderes sie feiern würde.
Sie soll genauso werden, wie ihr beide sie euch wünscht.
Wenn euer Lieblingsessen Burger sind, warum verdammt nochmal
gibt es dann keine Burger auf eurer Hochzeit?
Weil ihr Angst habt, jemand könnte sagen, dass das nicht schick genug ist?
Ganz ehrlich?
Wen interessiert das?
Wenn euch Burger glücklich machen, dann gehören sie auf eure Hochzeit.
Denn genau darum geht es doch. Nicht darum, was andere schön finden, sondern darum, was sich für euch richtig anfühlt.
Denn es sind genau diese Momente, an die sich eure Gäste später erinnern. Nicht, weil alles perfekt oder besonders elegant war, sondern weil es echt war. Weil es eure Hochzeit war.
Ihr sollt nicht das Gefühl haben, Zuschauer eurer eigenen Hochzeit zu sein.
Ihr seid die Hauptdarsteller.
Die Menschen sollen euch feiern und eure Liebe feiern, nicht versuchen, euch die Freude an eurem Tag zu nehmen.
Holt euch Unterstützung von den richtigen Menschen
Das bedeutet aber nicht, dass ihr alles alleine schaffen müsst.
Ganz im Gegenteil.
Ihr dürft euch Unterstützung holen.
Eine Hochzeit zu planen ist unglaublich viel Arbeit. Es sind so viele Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Und das alles passiert oft neben dem normalen Alltag, neben der Arbeit, vielleicht neben Kindern und all den anderen Dingen, die euch beschäftigen.
Irgendwann kann aus Vorfreude einfach Stress werden.
Deshalb ist es vollkommen in Ordnung, wenn ihr sagt: Wir brauchen Hilfe.
Aber überlegt euch gut, von wem ihr diese Unterstützung annehmt.
Denn nicht jeder Mensch ist automatisch die richtige Person dafür.
Die richtige Unterstützung sollte euch Ruhe geben. Sie sollte euch zuhören, eure Wünsche respektieren und euch nicht das Gefühl geben, dass ihr euch ständig rechtfertigen müsst.
Und genau hier komme ich ins Spiel.
Ich möchte für euch nicht nur die Person sein, die eure Hochzeit organisiert.
Natürlich übernehme ich die Kommunikation mit euren Dienstleistern, behalte den
Überblick und kümmere mich darum, dass eure Planung strukturiert abläuft.
Aber für mich gehört noch viel mehr dazu.
Ich möchte euer Ruhepol sein.
Eure neutrale beste Freundin.
Die Person, mit der ihr über alles sprechen könnt, wenn euch etwas beschäftigt.
Wenn euch die Meinungen anderer Menschen belasten oder ihr das Gefühl habt, dass jemand eure Wünsche immer wieder infrage stellt, dann bin ich für euch da.
Und wenn ihr es möchtet, unterstütze ich euch auch dabei, diese Gespräche zu führen.
Wenn nötig, spreche ich mit diesen Personen und helfe dabei, klare Grenzen zu setzen.
Nicht, um Streit zu verursachen.
Sondern damit ihr euch wieder auf das konzentrieren könnt, worum es eigentlich geht:
Eure Liebe.
Denn ihr seid für mich nicht einfach irgendein Brautpaar.
Ihr seid zwei Menschen mit einer Geschichte, mit eigenen Vorstellungen und mit einer ganz besonderen Verbindung.
Und genau diese Verbindung soll eure Hochzeit widerspiegeln.
Darf ich euch zum Schluss noch etwas mitgeben?
Versprecht mir bitte eine Sache.
Wenn ihr heute diesen Blog schließt und morgen wieder mit der Hochzeitsplanung weitermacht, dann fragt euch bei jeder einzelnen Entscheidung:
Möchten wir das wirklich?
Oder möchten wir nur niemanden enttäuschen?
Und wenn die Antwort lautet, dass ihr es nur macht, weil ihr Angst vor der Meinung anderer habt, dann überdenkt diese Entscheidung noch einmal.
Denn eure Hochzeit wird nicht dadurch besonders, dass sie perfekt ist.
Sie wird besonders, weil sie eure Geschichte erzählt.
